Fundmaterial aus den Grabungen 2008

Fundmaterial kam an drei Grabungsstellen zu Tage.

Im Grabungsbereich der Burggrabenmauer wurde der Rest eines Bleirohres gefunden (Bild 1). Ob es einen Zusammenhang zur ehemaligen Grotte gibt, die sich in unmittelbarer Nähe der Fundstelle befunden haben muss, ist unklar.

In den Resten der Mühlgrabenbrücke fand sich ein kleiner Mühlstein, Durchmesser ca. 20 cm (Bild 2 und 3).

Im Aushub am Standort des Zierbrunnens gab es mehrere Fundmaterialien:
Zwei kleinteilige Bruchstücke (Halbsäulen) aus Sandstein könnten vom ehemaligen Sockelumgang des Brunnens sein(Bild 4 und 5).
Ein als Rest des schmiedeeisernen Ziergitters gedeuteter Fund scheint mir persönlich mehr eine Hellebarde oder ein Feuerhaken zu sein (Bild 6).
Bleiklumpen könnten ein Hinweis sein, dass die ehemaligen Bleileitungen an Ort und Stelle eingeschmolzen wurden (Bild 7).
Weiter gefunden wurde Malhörnchenware* (Bild 8), Ofenkeramik (Bild 9), Steinzeug aus dem 18. Jahrhundert (Bilder 10 bis 14)und Glasscherben (Bilder 15 bis 17).

* Malhorn (Verkleinerungsform “Malhörnchen”) ist in der Regel ein Gerät zur Keramikdekoration. Aufgrund der Dekortechnik wird die so verzierte Keramik als Malhornware bezeichnet (wikipedia).

 

 

Joachim Däumler, Hessen 2011

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